Design Transfer: Von der Entwicklung in die Fertigung

Der Design Transfer beginnt bei uns mit dem Projekt und nicht mit der Übergabe.

Ein fertig entwickeltes Gerät und ein fertigungsreifes Gerät sind zwei verschiedene Dinge. Am Ende des Entwicklungsprozesses steht ein Produkt, das funktioniert. Was jetzt aber noch fehlt, ist eine detaillierte Anleitung, mit der auch andere Menschen dieses Produkt in Serie fertigen können.

Aus Zeichnungen, Prototypen und Testberichten müssen dafür Fertigungsunterlagen, Prüfvorschriften und Lieferantenfreigaben werden. Außerdem braucht es eine Produktionslinie, die das Produkt fertigen kann. Die ISO 13485 verlangt in Kapitel 7.3.8 genau diesen Nachweis. Die Entwicklungsergebnisse müssen auf ihre Fertigungstauglichkeit geprüft sein, bevor sie zu endgültigen Produktionsspezifikationen werden.

Dieselbe Änderung, ein Vielfaches der Kosten

Wie teuer eine Rückmeldung aus der Produktion wird, hängt davon ab, wann sie kommt. Meldet die Fertigung in der Konzeptphase, dass sich eine Toleranz nicht wirtschaftlich einhalten lässt, sind das ein paar Stunden Konstruktionsarbeit. Kommt dieselbe Rückmeldung nach abgeschlossener Verifizierung, zieht die Änderung eine erneute Bewertung des Testbedarfs, eine Aktualisierung der Risikoanalyse nach ISO 14971 und der technischen Dokumentation nach sich. Aus Stunden werden Wochen und der geplante Marktstart verschiebt sich.

Lässt sich das überhaupt bauen und montieren?

Design for Manufacturability bedeutet, dass sich ein Entwurf sinnvoll herstellen lässt. Entscheidende Fragen sind hier zum Beispiel:

  • Hält der Serienlieferant die gewählte Toleranz wirtschaftlich ein?
  • Gibt es das Material in Serienmenge und in Medizinqualität?
  • Ist die Baugruppe nach dem Zusammenbau noch prüfbar?

Design for Assembly bedeutet, dass sich das Produkt gut montieren lässt. Fragen, die dabei gestellt werden, sind beispielsweise:

  • Kann ein Bauteil nur richtig herum eingesetzt werden oder auch falsch?
  • Ist der Schraubpunkt mit dem Werkzeug erreichbar?
  • Braucht die Montage zwanzig Teile, oder würden auch acht reichen?

Entsprechende Entscheidungen fallen früh im Entwicklungsprozess und wirken über die gesamte Produktlebensdauer. Ein Montageschritt, der zwanzig Sekunden zu lang ist, kostet bei fünftausend Geräten im Jahr jedes Jahr aufs Neue Geld.

Planen, qualifizieren, fertigen: alles aus einem Haus

Bei uns befinden sich Entwicklung, Zulassung und Fertigung unter einem Dach. Für den Design Transfer ist das entscheidend, weil er genau an der Schnittstelle zwischen den drei Bereichen stattfindet. Wir gestalten den Fertigungsprozess, erstellen Arbeitsanweisungen und Prüfprotokolle, qualifizieren Lieferanten und bauen die notwendigen Vorrichtungen und Testsysteme.

Unsere Produktionslinien in Darmstadt und Höhn sind über Installations-, Funktions- und Leistungsqualifizierung freigegeben, unsere Prozesse und Testmethoden validiert. Am Ende steht keine Präsentation, sondern eine Nullserie aus der eigenen Fertigung. Ob Sie Ihr Gerät anschließend bei uns produzieren lassen oder in die eigene Fertigung überführen möchten, entscheiden Sie.

Zertifizierung nach ISO 13485 und ISO 9001, geprüft durch den TÜV

Häufige Fragen zum Design Transfer in der Medizintechnik

Sagen Sie uns, wo Ihr Projekt steht

Schildern Sie uns kurz, wo Ihr Projekt gerade steht. Wir sagen Ihnen, welche Schritte für einen belastbaren Design Transfer noch fehlen und was davon zeitkritisch ist.

Oder wir planen mit Ihnen ein neues Produkt von Anfang an. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.